EU-Konferenz zur
Finanziellen Allgemeinbildung - Wer sollte lernen: Verbraucher oder Banken? |
EU Presseerklärung und Programm (Hervorhebungen iff)
"Konferenz zur besseren Aufklärung der EU-Verbraucher über Finanzdienstleistungen"
Die Europäische Kommission organisiert am 28. März 2007 in Brüssel eine Konferenz zur Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung, um die Notwendigkeit der qualitativ hochwertigen Information der Verbraucher in Finanzfragen ins Blickfeld zu rücken.
Um sicherzustellen, dass Verbraucher und Investoren in der EU über das notwendige Wissen verfügen,
um die für sie und ihre Familien wesentlichen finanziellen Entscheidungen – beispielsweise in Bezug auf die Kostenplanung der Ausbildung für die Kinder, eine durchdachte Kreditaufnahme, angemessenen Versicherungsschutz und die Altersvorsorge – zu treffen, ist eine umfassende Aufklärung in Finanzangelegenheiten von zentraler Bedeutung. Die Konferenz dient ferner als Forum zum Austausch bester Praktiken zwischen etablierten Anbietern von Informationsmaßnahmen im Finanzbereich.
Dazu Charlie McCreevy, für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission:
„Das Angebot an Finanzprodukten und -dienstleistungen ist heutzutage enorm.
Informationsmaßnahmen im Finanzbereich können dazu beitragen, den Verbrauchern das Wissen zu vermitteln, das sie benötigen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, und ich glaube, dass sie unter Gesichtspunkten des Verbraucher- und Investorenschutzes oftmals nützlicher sein können als gesetzliche Regelungen. Ich hoffe, dass diese Konferenz Behörden, privatwirtschaftliche Institutionen und gemeinnützige Einrichtungen dazu ermutigt, voneinander zu lernen und mehr zu unternehmen, um die bei Verbrauchern und Investoren manchmal klaffenden Wissenslücken in Bezug auf Finanzfragen zu schließen.“
Bei dieser von der Europäischen Kommission mit Unterstützung des Europäischen Parlaments und des deutschen Ratsvorsitzes organisierten, hochrangig besetzten Konferenz werden Sachverständige aus verschiedensten Bereichen zur Finanzaufklärung sprechen. Das Teilnehmerspektrum umfasst Vertreter von Finanzaufsichtsbehörden, Verbraucherverbänden, Hochschulen und Finanzdienstleisterverbänden. Gegenstand ist die Aufklärung der Verbraucher in spezifischen Finanzfragen der einzelnen Lebensabschnitte: von der Ausbildung junger Menschen über Fragen in Bezug auf Hypotheken und den Umgang mit Darlehen und Schulden bis zu langfristigen Sparplänen und zur Altersvorsorge."
Kommentar: Stellt diese Konferenz den Markt als Lernsystem auf den Kopf?
Finanzielle Allgemeinbildung kann verschiedene Funktionen haben:
- Berufsausbildung für angehende Banker
- Marketing von Produkten und Kosteneinsparung durch verbesserte Nutzer.
- Einsicht über Notwendigkeiten vermitteln
- Wirtschaftsbildung als Grundwissen verbreitern
- Verbrauchern zu helfen, mit dem bestehenden guten, schlechten, unnützen, gefährlichen oder angepassten Angeboten ihre Bedürfnisse zu befriedigen bzw. das Angebot entsprechend zu ändern. (finanzielle Allgemeinbildung i.e.S.)
It depends of which function we want to serve who should be in charge and who should be responsible for its contents. Many countries limit access of suppliers to schools by law. What is the reason?
If the market is a learning system why then should only the consumer learn and if so why should he not learn to teach the banks about his or her needs and problems as well as the dysfunctions of products that are onesidedly designed just to make money out of it?
Should for the sake of accquiring financial Capability the consumer learn how to cope with "a huge range of financial products and services on offer" (McCreevy) or should the industry learn how to cope with the increasing needs of consumers to transfer their income by time and lieu in order to be able to spend it properly?
With its press release the EU seems to target only "consumers and investors". This is why bankers dominate. Will they tell the public what consumers should learn from them? Are they teacher or pupils in a market where the consumer should be the king?
There are more to be raised:
Should consumers truly learn to find out the true price of a credit product where 50% of the cost are hiddeen in insurance premiums which flow back to the bank in the form of a commission and which are merely declared "free choice" in EU legislation? Do consumers have to learn in revolving credit how much they will loose if their credit is four times refinanced within two years as it is the strategy of some banks? Do consumer have to compete with brokers who get extremely high provisions if the products are less favourable? Do consumers have to find own ways to adapt financial products to increasing income risks, family stability and own cost if the supplier side is not able to provide adequate products?
With our short interventio we will be able to point out to the focus of the ECRC conferences who this year equally concentrate on financial education.
We are also quite eager to learn what the new Commissioner on Consumer Protection will have to say on this topic. |
| ID: |
39513 |
| Autor(en): |
iff |
| Erscheinungsdatum: |
08.03.07 |
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Erzeugt: 08.03.07. Letzte Änderung: 12.03.07. Information zum Urheberrecht der angezeigten Inhalte kann beim Institut für Finanzdienstleistungen erfragt werden. Aus fehlenden Angaben kann kein Recht zur freien Nutzung der Inhalte abgeleitet werden. |